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Augenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Friedrich E. Kruse
Augenklinik, Uni-Klinikum

Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten in der Augenheilkunde

Jahrestagung der Vereinigung Bayerischer Augenärzte thematisiert den digitalen Wandel - Staatsministerin Melanie Huml zu Gast

Welche Rolle spielt die Bildgebung in der Behandlung des Grünen Stars? Inwiefern können Patienten mit altersbedingten Netzhauterkrankungen von der Digitalisierung in der Medizin profitieren? Diese und weitere Themen erörtern Spezialisten der Augenheilkunde bei der Jahrestagung der Vereinigung Bayerischer Augenärzte (BayOG). Der Kongress, den die Augenklinik (Direktor: Prof. Dr. Friedrich E. Kruse) des Universitätsklinikums Erlangen in diesem Jahr ausrichtet, findet am 22. und 23. Februar 2019 in den Hörsälen Medizin, Ulmenweg 18, statt. Er bietet ein breites Spektrum praxisnaher Themen und Updates, die den gesamten Bereich der Ophthalmologie umspannen. Zu Gast ist Staatsministerin Melanie Huml, die über die Digitalisierung in der Augenheilkunde referiert.
Digitalisierung bereichert die Diagnostik: Um die Netz- und die Aderhaut der jungen Patientin zu untersuchen, bedient sich Dr. Maximilian Mösler, Arzt der Augenklinik, eines bildgebenden Verfahrens: der optischen Kohärenztomografie (OCT). Foto: Matthias Vogler/Uni-Klinikum Erlangen

Es gibt bereits heute vielversprechende Ansätze der elektronischen Vernetzung von Konzepten der sektorenübergreifenden Patientenversorgung. "Die Augenheilkunde ist für die Digitalisierung sehr gut geeignet", erklärt Prof. Kruse. "Dank der immer präziser werdenden Bildgebung können feinste Strukturen an Blutgefäßen oder Sehnerven dargestellt werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, um Volkskrankheiten wie beispielsweise die altersbedingte Makuladegeneration und das Glaukom, zu behandeln." Der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann dabei helfen, Bilddaten auszuwerten. Das verbessert die Diagnostik. Ein weiteres Ziel ist es auch vor allem Patienten leichter mit den einzelnen Therapieschritten vertraut zu machen. Patienten-Apps, die im Heimgebrauch zur Kontrolldiagnostik angewandt werden und die beispielsweise die Ergebnisse an den behandelnden Augenarzt übermitteln, ersparen lange Wege zum Spezialisten.

"Zur Veranstaltung, die wir gemeinschaftlich mit der 7. Bayerischen Frühjahrsakademie ausrichten, erwarten wir ca. 400 Teilnehmer", sagt Prof. Kruse. "Aufgrund der hohen Aktualität haben wir diesmal als Schwerpunkt den Themenkomplex Digitalisierung, eHealth und Telemedizin in der Augenheilkunde in das Programm aufgenommen. Ziel ist es, den aktuellen Stand und die Planungen der Bayerischen Staatsregierung in diesem Bereich aufzuzeigen." In diesem Rahmen wird auch die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml (MdL) innovative Versorgungskonzepte aus dem Bereich der Digitalisierung/eHealth in der Ophthalmologie in Bayern vorstellen. Deren Auswirkungen auf die Augenheilkunde in Bayern aufzeigen wird Dr. Peter Heinz aus Schlüsselfeld, Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA). Im Rahmen einer Diskussionsrunde sollen die Chancen und der Nutzen der Digitalisierung für eine verbesserte Patientenversorgung erörtert, und auch mögliche negative Effekte beleuchtet werden.

Ausführliche Programminformationen

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Friedrich E. Kruse
Telefon: 09131 85-34459
E-Mail: angelika.haendelatuk-erlangen.de

 

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