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Augenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Friedrich E. Kruse
Augenklinik

Verfeinerung der DMEK-Hornhauttransplantation

Pro Jahr werden in Deutschland etwa 3.500 Hornhauttransplantationen an Universitäts-Augenkliniken durchgeführt. Dabei nimmt die Universitäts-Augenklinik Erlangen mit über 600 Hornhauttransplantationen jährlich eine Spitzenposition ein. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Keratoplastik nach DMEK. Beim DMEK-Verfahren wird nicht die gesamte Hornhaut, sondern nur die erkrankte innere Zellschicht der Hornhaut, die so genannte Descemetmembran übertragen. Diese moderne Methode ist den anderen Hornhaut-Transplantationsmethoden überlegen, da die Patienten nach der Operation im Allgemeinen eine rasche Wiederherstellung der Sehschärfe innerhalb weniger Tage bis Wochen erlangen. Zudem weist die DMEK-Hornhauttransplantation eine sehr niedrige Anzahl von Transplantatreaktionen auf.

Bei der DMEK-Operation wird von einem Spenderauge die innerste Grenzschicht (Descemet’sche Membran) gewonnen. Dieses wird mit feinsten Pinzetten unter dem Mikroskop durchgeführt, da die Membran nur 5/Tausendstel Millimeter dünn ist (5 µm). Anschließend wird die Membran in eine Spezialkartusche, einem so genannten Shooter, verbracht und in das Auge eingesetzt. Im Auge wird die Membran mit einer Luftblase entrollt und mit einer zweiten Luftblase an der Innenseite der Patientenhornhaut fixiert.

Das Forscherteam an der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen unter Leitung des ärztlichen Direktors, Prof. Dr. Friedrich E. Kruse, hat das DMEK-Verfahren in den vergangenen Monaten noch weiter verfeinert. Die Erlanger Arbeitsgruppe wurde für ihre Leistungen bereits mehrfach international ausgezeichnet.  So wurden ihre Verdienste z.B. mit der Verleihung der David Easty-Lecture des Bowman Club geehrt, die Herr Prof. Kruse am 20.03.2015 in Bristol, England, gehalten hat. Am 01.03.2014 wurde der Forschergruppe die Tillet-Lecture von Tissue Banks International in Baltimore, USA verliehen.

Die Ergebnisse und die langjährige Erfahrung der Ärzte der Erlanger Augenklinik bestätigen, dass die, schichtspezifische operative Behandlung von Hornhauterkrankungen (DMEK-Methode) die derzeit schonendste und für den Patienten beste Methode zur Behandlung von Hornhautepithelerkrankungen, wie beispielsweise die Fuchs’sche Hornhautdystrophie ist. Die DMEK-Keratoplastik wurde daher von Herrn Prof. Kruse und seinem Team als Standardverfahren etabliert.

 

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