Der Graue Star

Augenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Friedrich E. Kruse

1. Was ist ein Grauer Star?

Der Graue Star (in der Fachsprache Catarakt) ist die Eintrübung der klaren Linse im Auge, die zu einer Verschlechterung des Sehens führt.

2. Wie bemerkt man den Grauen Star?

Man sieht wie durch einen Schleier, der immer dichter wird. Oft nimmt auch die Blendungsempfindlichkeit zu und das Sehen wird schlechter.

3. Wo sitzt der Graue Star im Auge?

Die Linse liegt direkt hinter der Regenbogenhaut im vorderen Teil des Auges. Die Aufgabe der Linse ist es, wie beim Photoapparat das Bild scharf zu stellen.

4. Wie entsteht der Graue Star?

Die häufigste Ursache ist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse, vergleichbar der Faltenbildung der Haut oder dem Grauwerden der Haare. Weitere Ursachen können Verletzungen, schwere Entzündungen und Stoffwechselerkrankungen (z.B. "Zuckerkrankheit") sein.

5. Wie wird der Graue Star behandelt?

Die einzige Behandlung ist die Operation. Medikamente (Tropfen oder Tabletten) helfen nicht.

6. Wann sollte der Graue Star operiert werden?

Patient und Augenarzt bestimmen den Zeitpunkt je nach Alter und Lebensumständen des Patienten sowie der "Reife" des Stars.

7. Wie verläuft die Operation des Grauen Stars?

Die Operation erfolgt meist ohne Vollnarkose in örtlicher Betäubung unter dem Mikroskop. Über einen kleinen Schnitt wird das Auge eröffnet und die vordere Hülle der Linse entfernt. Mit einem Ultraschallsauger wird der trübe Linseninhalt zerkleinert und abgesaugt. In die leere Linsenkapsel (deren Wandstärke drei tausendstel Millimeter beträgt) wird eine selbst entfaltende Kunstlinse eingeführt. Der Schnitt wird nicht genäht, damit es keine Verziehungen des Auges gibt.

8. Was ist eine künstliche Linse und wie ist die Verträglichkeit?

Die Kunstlinse wird aus Kunststoff hergestellt und hat einen optischen Durchmesser von 6 mm sowie am Rand befestigte Schlaufen, die einen sicheren Sitz zentriert im Kapselsack ermöglichen. Viele Kunstlinsen können gefaltet werden (Kleinschnitttechnik). Die Kunstlinse hält lebenslang.

9. Gibt es unterschiedliche Kunstlinsen?

Ja. Neben den Standardlinsen gibt es Speziallinsen zum Ausgleich von Hornhautverkrümmungen (sog. torische Kunstlinsen), zur Wiederherstellung der Lesefähigkeit (Akkommodative Kunstlinsen), und für die Makuladegeneration. Ihr Augenarzt und wir beraten Sie gerne über die für Sie beste Linse.

10. Wie wird die passende Kunstlinse ausgesucht?

Jedes Auge ist individuell gebaut. Aus diesem Grund wird das Auge vor der Operation genauestens vermessen und die Kunstlinse berechnet.

 

Verantwortliche Operateure

Prof. Dr. Friedrich E. Kruse
Visitenkarte
Prof. Dr. Christian Mardin
Visitenkarte
 
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