Bösartige Tumoren der Aderhaut (Uvea)

Augenklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Friedrich E. Kruse

Maligne Melanome der Aderhaut

Malignes Melanom der Aderhaut

Maligne Melanome der Aderhaut sind langsam wachsende, primär maligne, intraokulare Tumoren. Die Inzidenz wird auf 6-7 Neuerkrankungen pro 1 Million Einwohner geschätzt. Maligne Melanome sind bei Patienten mit blauer Augenfarbe signifikant häufiger. Bevorzugtes Erkrankungsalter ist das 6.Lebensjahrzehnt. Die Ätiologie ist nicht bekannt, diskutiert werden maligne Transformationen von Naevuszellen in der Aderhaut, die Einwirkung chemischer Karzinogene, eine Tumorinduktion durch UV-Licht sowie genetische Veränderungen (Deletion im Chromosom 3 und 8). Eine hereditäre Entstehung ist nicht bekannt, beobachtet wird jedoch eine familiäre Häufung.

Einteilung der Maligen Melanome

Die histologische Klassifikation unterscheidet spindelzellige und gemischtzellige bzw. epitheloidzellige Melanome. Zusätzlich zur zytologischen Klassifikation haben sich morphologische Parameter wie morphometrische Analysen des Nukleolus erwiesen. Extrasklerales Tumorwachstum ist bei malignen Melanomen der Uvea eher selten, in großen Serien in bis zu 5%.

Symptome

Subjektive Beschwerden in Form von Funktionseinschränkungen sind durch die Lage des Tumors bedingt. Tumoren in der Fundusperipherie können dabei sehr groß sein, bevor sie beim Patienten bemerkbare Symptome hervorrufen. 

 
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
 
 
 
Bitte tragen Sie Ihren Namen und gültige E-Mail-Adresse(n) ein!
X zum Schließen

Zusammenfassung